Volker Hepple wurde 1937 in Düren/Rheinland geboren. Einen Teil seiner Kindheit verbrachte er im Heidestädtchen Bevensen. Genaugenommen lebte er während der Evakuierung in der Zeit von August 1944 bis ca. April 1946 und auch häufig während der Sommerferien, in der jetzigen Lüneburger Straße 20 (von 1933-45 Adolf-Hitler-Straße).

Vor einigen Tagen hat er ein von ihm gehütetes Teil der Bevenser Geschichte sorgfältig verpackt und an das Stadtarchiv Bad Bevensen geschickt. Es handelt sich um einen Feuerlöscheimer aus Leder. In einem Brief schildert V. Hepple:

“Nach der Auflösung des Haushaltes meiner Mutter Ilse Hepple geb. Wünecke und ihrer drei Schwestern Alice, Erna und Grete Wünecke an der Lüneburger Straße 20 in Bevensen ca. im Jahre 1966 habe ich damals einige Sachen gerettet, darunter einen alten Feuerlöscheimer der Hausbesitzer mit einer handgemalten Aufschrift. Sie lautet „F. Wünecke” mit der darunter stehenden Nummer „58″. Die Adresse entspricht der heutigen Anschrift Lüneburger Straße 20, früher auch als Hauptstraße „Adolf Hitler Straße 20″ genannt. Die Ziffer leitet sich von den früheren Nummerierungen ab, da der Ort Bevensen noch keine Straßenbezeichnungen hatte. So wurden die Häuser einfach durchnummeriert.
Der schöne alte Eimer aus Leder, der mit Pech wasserfest gemacht wurde, ist sicher erhaltenswert, da es wohl nur noch wenige Exemplare aus den einzelnen Haushalten gibt. Daher übersende ich diesen Fund Ihrem Stadtarchiv mit der Bitte, das Objekt aus alten Zeiten in Ihrem Archiv der Bevenser Geschichte aufzubewahren und als frühere Möglichkeit der Brandbekämpfung vielleicht auszustellen.
Bekanntlich wurde zusammen mit den Eimern der Nachbarn eine Eimerkette gegründet und so mit nachbarschaftlicher Hilfe ein Brand eingedämmt, bis die […] Feuerwehr mit 4 Mann an den Handspritzen hinzukam.”

Feuerlöscheimer

Unter den Zeitzeugenberichten finden Sie einen ausführlichen Bericht aus dem Leben von Volker Hepple.