2500 Feldpostbriefe

Der historische Schatz fand bereits vor über 10 Jahren den Weg ins Bevenser Stadtarchiv. Der damalige Stadtarchivar fertigte einige Kopien und bündelte die Briefe nach Jahrgängen. Nach der Rückgabe an das Kirchenarchiv geriet das Konvolut in Vergessenheit und blieb schließlich verschollen. Nun ist es erneut im Stadtarchiv gelandet und wird umfassend aufgearbeitet.

Die Rede ist von 2500 Feldpostbriefen und Postkarten, die den 1. und 2. Weltkrieg sowie die anschließenden Kriegsgefangenschaften eindrucksvoll dokumentieren. Es handelt sich ausschließlich um Schriftwechsel zwischen dem damaligen Pastor Ulrich Bahrs und den eingezogenen Bewohnern seiner Kirchengemeinde. Der Sammlung liegt ein Notizbuch des Pastors bei – gefüllt mit persönlichen Informationen über seine Briefkontakte.

Die Briefe werden nun weiter geordnet, nicht nur nach dem jeweiligen (Kriegs-) Jahr, sondern auch nach dem Familiennamen des jeweiligen Verfassers. Dann werden sie in Registern abgeheftet, digitalisiert und schließlich ausgewertet.

Neben dem Erhalt dieser wichtigen Zeugnisse ist das Ziel ein Buchprojekt, in dem der Zeitraum von 1914 – 1918 und die Erlebnisse und das Schicksal der Briefeschreiber nachvollziehbar dargestellt wird. Dazu werden auch die regionalen Zeitungen dieser Jahre ausgewertet – von der anfänglichen Kriegsbegeisterung bis hin zu den Sonderausgaben mit zahlreichen Todesanzeigen.

 

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